Sulfat-Testbestecke für die Wasseranalytik
In dieser Kategorie finden Sie Testbestecke zur Bestimmung des Sulfatgehalts (SO₄²⁻) in Wasser. Sulfat ist in der Trinkwasserverordnung als Indikatorparameter mit einem Wert von 250 mg/l geführt und darüber hinaus in Prozess-, Kessel- und Brauwasser sowie bei der Beurteilung von Korrosion und Betonangriff von Bedeutung. Die hier gelisteten Sets arbeiten titrimetrisch: Der Sulfatgehalt wird über eine Fällungstitration tropfenweise ermittelt, wobei jeder Tropfen einer festen Konzentrationsstufe entspricht. So lässt sich der Wert ohne Photometer direkt vor Ort ablesen. Für die Auswahl kommt es vor allem auf die Auflösung pro Tropfen, den zu erwartenden Konzentrationsbereich der Probe und den Bedarf an Nachfüllreagenzien an.
- Auflösung je Tropfen und erwarteter Messbereich der Probe
- Bestimmungsverfahren: Titration, Trübung oder Photometrie
- Ausführung als Komplettset oder Nachfüllpackung
- Probenart: Trink-, Prozess-, Brau- oder Oberflächenwasser
Das Caldur Testset Sulfat 10 mg/l bestimmt Sulfat (SO₄²⁻) im Wasser durch Fällungstitration und richtet sich an Anwender in Wasserversorgung, Labor und Prozesstechnik, die Sulfatgehalte vor Ort kontrollieren. Jeder Tropfen der Titrationslösung entspricht 10 mg/l Sulfat in der Probe; eine Analyse dauert rund 2 Minuten, das Set reicht für 30 Bestimmungen und ist bis zu 18 Monate haltbar. Das Set gehört zu den Titrations-Testbestecken der Marke CALDUR.AnwendungsbereicheDie titrimetrische Sulfatbestimmung ist in mehreren Bereichen relevant:Trinkwasserversorgung, in der Sulfat als Qualitätsparameter regelmäßig kontrolliert wird; der Grenzwert nach TrinkwV liegt bei 240 mg/l (aktuell gültige Fassung prüfen).Kesselspeisewasser und Kühlwasserkreisläufe, in denen Sulfat zur Korrosion beitragen kann und überwacht werden muss.Brauereien, in denen der Sulfatgehalt das Geschmacksprofil des Bieres beeinflusst und gezielt eingestellt wird.Galvanotechnik, Bergbau- und chemische Industrie, in denen sulfatreiche Abwässer auf Grenzwerteinhaltung geprüft werden. Die einschlägigen Einleitgrenzwerte sind nach aktuell gültigen Vorschriften zu prüfen.Eigenschaften im EinsatzDas Verfahren arbeitet nach dem Prinzip der Fällungstitration: Bariumperchlorat in der alkoholischen Titrationslösung fällt Sulfat als schwerlösliches Bariumsulfat (BaSO₄) aus. Am Äquivalenzpunkt, wenn alles Sulfat ausgefällt ist, schlägt der violette Sulfat-Indikator von violett nach rosa um. Jeder Tropfen bis zum Farbumschlag steht direkt für 10 mg/l Sulfat im Probevolumen. Die Auflösung von 10 mg/l pro Tropfen eignet sich für Proben mit niedrigeren bis mittleren Sulfatkonzentrationen, bei denen eine feinere Ablesung erforderlich ist – etwa bei Trinkwasser, Brauereiprozessen oder schwach belasteten Gewässern.VerarbeitungVor der Titration konditioniert der Ionenaustauscher die Probe: Die Aktivierungslösung enthält Salzsäure (10–25 %), entfernt Störionen und bereitet die Probe für eine präzise Fällungsreaktion vor. Die Aktivierungslösung ist ätzend (H314) und wird mit Schutzbrille und Chemikalienschutzhandschuhen nach EN 374 gehandhabt. Die alkoholische Titrationslösung enthält 2-Propanol (50–75 %) und ist leicht entzündbar (H225): von Zündquellen fernhalten und nur in gut belüfteten Bereichen verwenden (EUH210). Das Sicherheitsdatenblatt der Titrationslösung ist auf Anfrage erhältlich.AbgrenzungDer einzige Unterschied zum 20 mg/l-Set liegt in der Konzentration der Titrationslösung: Beim 10 mg/l-Set entspricht ein Tropfen 10 mg/l Sulfat und liefert die feinere Auflösung für niedrigere Gehalte, beim 20 mg/l-Set entspricht ein Tropfen 20 mg/l und ermöglicht bei höher konzentrierten Proben eine schnellere Analyse mit weniger Tropfen. Ionenaustauscher und Indikator sind für beide Sets identisch. Erhältlich als Komplett-Set im Scharnierdeckelkasten sowie als Nachfüllpacks für Titrationslösung, Indikator und Ionentauscher.
Inhalt: 0.02 Liter (4.527,00 € / 1 Liter)
Sulfat titrimetrisch bestimmen – Fällungstitration mit 20 mg/l SO₄²⁻ pro Tropfen Das Caldur Testset Sulfat 20 mg/l bestimmt Sulfat (SO₄²⁻) durch Fällungститрation – jeder Tropfen Titrationslösung entspricht 20 mg/l Sulfat in der Probe, 2 Minuten Analysezeit, 30 Bestimmungen pro Set, bis zu 18 Monate Haltbarkeit. Das Messprinzip entspricht dem 10 mg/l-Set: Bariumperchlorat in der alkoholischen Titrationslösung fällt Sulfat als schwerlösliches Bariumsulfat aus. Der violette Indikator schlägt beim Äquivalenzpunkt von violett nach rosa um. Mit 20 mg/l pro Tropfen benötigt man bei höher konzentrierten Proben weniger Tropfen – das Verfahren ist damit schneller und verbraucht weniger Titrationslösung. Bei Proben mit niedrigeren Sulfatgehalten, bei denen eine feinere Auflösung benötigt wird, empfiehlt sich das 10 mg/l-Set. Auch das 20 mg/l-Set erfordert den vorgelagerten Ionenaustauscher-Schritt mit der salzsäurehaltigen Aktivierungslösung (H314 – ätzend). Die alkoholische Titrationslösung ist leicht entzündbar (H225) – von Zündquellen fernhalten und ausschließlich in gut belüfteten Bereichen verwenden. Ionenaustauscher (WA31-071573) und Indikator (WA31-071572) sind mit dem 10 mg/l-Set identisch und können gemeinsam nachbestellt werden. Für welche Anwendungen ist das 20 mg/l-Set besonders geeignet? Das 20 mg/l-Set eignet sich für Proben mit höheren Sulfatkonzentrationen, bei denen eine schnelle Analyse mit weniger Tropfen ausreicht: Industrieabwässer aus Galvanik, Bergbau und Papierindustrie, Prozesswässer mit hohem Sulfatgehalt sowie Kühlwasserkreisläufe mit starker Sulfatbelastung. Für Trinkwasser oder Brauereiproben mit niedrigerem Sulfatgehalt bietet das 10 mg/l-Set die feinere Auflösung. Wichtig: Die jeweiligen Grenzwerte sind nach aktuell gültigen Vorschriften zu prüfen. Was unterscheidet beide Sulfat-Sets und was ist identisch? Identisch sind: Messprinzip (Fällungstitration), Indikatorlösung (WA31-071572), Ionenaustauscher mit Aktivierungslösung (WA31-071573), Analysendauer (2 Minuten) und Bestimmungsanzahl (30 pro Set). Der Unterschied liegt ausschließlich in der Konzentration der Titrationslösung – und damit in der Auflösung: 10 mg/l vs. 20 mg/l pro Tropfen. Die Titrationslösung des 20 mg/l-Sets (WA31-071584) darf nicht mit der des 10 mg/l-Sets (WA31-071574) gemischt werden.
Inhalt: 0.02 Liter (4.527,00 € / 1 Liter)
Der SO₄ Sulfat Reagenzientest von WTW (Modell 14564) dient der photometrischen Bestimmung von Sulfat (SO₄²⁻) im Messbereich von 20 bis 400 mg/l. Das Set enthält gebrauchsfertige Reagenzien für 250 Bestimmungen und richtet sich an Labore und Betriebe mit hohem Probenaufkommen in der Umwelt-, Trink- und Abwasseranalytik, die die Kosten pro Analyse niedrig halten möchten.AnwendungsbereicheRoutinemäßige Sulfat-Analyse bei sehr hohem ProbenaufkommenUntersuchung von Trink-, Mineral-, Grund- und OberflächenwasserAbwasser- und ProzesswasserüberwachungAnalytik in der Bauindustrie zur Beurteilung der Wasseraggressivität gegenüber BetonDie Überwachung von Sulfat ist in der Trink- und Mineralwasseranalyse, bei der Kontrolle von Industrieabwässern sowie im Baugewerbe von Bedeutung. Der breite Messbereich von 20 bis 400 mg/l deckt die meisten praxisrelevanten Konzentrationen dieser Anwendungsfelder ab.Eigenschaften im EinsatzDie gebrauchsfertigen Reagenzien ermöglichen eine reproduzierbare Analyse ohne aufwendige Ansätze. Die Probe wird in eine Rechteckküvette (10 mm) gegeben, die Reagenzien werden gemäß Arbeitsvorschrift zugesetzt, und nach der vorgegebenen Reaktionszeit wird die entstandene Färbung im Photometer gemessen. Die Messung in Rechteckküvetten unterstützt eine hohe Präzision über unterschiedliche Konzentrationen. Die Reagenzien sind auf lange Haltbarkeit ausgelegt.Mit 250 Bestimmungen pro Packung ist das Set auf maximalen Durchsatz und minimale Kosten pro Analyse ausgelegt. Das macht es zur wirtschaftlichen Wahl für große kommunale Wasserversorger, Umweltlabore und Service-Dienstleister mit täglich hoher Probenzahl.Erforderliches ZubehörFür die Auswertung werden Rechteckküvetten (10 mm) sowie ein WTW Photometer der Serien photoLab® oder pHotoFlex® benötigt. Diese Komponenten gehören nicht zum Lieferumfang des Reagenziensets.
Der Sulfat-Reagenzientest (Modell 14548) von WTW dient der photometrischen Bestimmung von Sulfat (SO₄²⁻) im Messbereich 5 – 250 mg/l und richtet sich an Labore und Prüfstellen mit sehr hohem Probenaufkommen in der Umwelt-, Trinkwasser- und Abwasseranalytik. Das Set enthält Reagenzien für 500 Bestimmungen und senkt so die Analysekosten pro Probe bei gleichbleibendem photometrischem Verfahren.AnwendungsbereicheRoutinemäßige Sulfat-Analyse bei sehr hohem ProbenaufkommenUntersuchung von Trink-, Mineral-, Grund- und OberflächenwasserAbwasser- und ProzesswasserüberwachungBeurteilung der Wasseraggressivität gegenüber Beton in der BauindustrieDer breite Messbereich von 5 bis 250 mg/l deckt die meisten praxisrelevanten Konzentrationen in diesen Feldern ab; höhere Gehalte lassen sich über eine Probenverdünnung erfassen.Eigenschaften im EinsatzDie gebrauchsfertigen Reagenzien ermöglichen eine reproduzierbare Analyse mit geringem Vorbereitungsaufwand. Für die Messung werden 1,0 ml Probe in eine Reaktionsküvette pipettiert, das Reagenz zugegeben und nach einer Reaktionszeit von 2 Minuten die entstandene Färbung im Photometer gemessen. Die Messung erfolgt in Rechteckküvetten und trägt so zu einer hohen Präzision über den gesamten Messbereich bei. Die Ergebnisse können in mg/l oder in mmol/l ausgegeben werden. Die Reagenzien sind lange haltbar, was den Test für kontinuierlichen Routinebetrieb eignet.VerarbeitungTrübe Probelösungen sind vor der Bestimmung zu filtrieren. Der pH-Wert der Probe muss im Bereich pH 2 – 10 liegen; bei Bedarf wird er tropfenweise mit verdünnter Natronlauge oder Salzsäure korrigiert. Zur Durchführung sind zusätzlich Rechteckküvetten (10 mm, 20 mm) sowie ein WTW-Photometer der Serien photoLab® oder pHotoFlex® erforderlich – beides gehört nicht zum Lieferumfang. Weitere WTW-Messtechnik finden Sie in der Kategorie WTW Labormessgeräte und Sensoren.AbgrenzungFür niedrigere Sulfatkonzentrationen stehen innerhalb der WTW-Testreihe Varianten mit engerem Messbereich zur Verfügung; für Anwender mit geringerem Probendurchsatz kann eine kleinere Gebindegröße wirtschaftlicher sein als das Set für 500 Bestimmungen.
Der SO₄ Sulfat-Test mit Pulverreagenz (WTW SO₄-1 TP) dient der photometrischen Bestimmung von Sulfat (SO₄²⁻) im unteren bis mittleren Konzentrationsbereich von 5 bis 100 mg/l. Das Set enthält exakt vordosierte Pulverreagenzien in Einzelkissen (Powder Pillows) für 100 Bestimmungen und richtet sich an Labore mit hohem Probenaufkommen in der routinemäßigen Trinkwasser-, Umwelt- und Prozessanalytik.AnwendungsbereicheRoutinemäßige Sulfatanalyse bei hohem ProbenaufkommenUntersuchung von Trink-, Mineral-, Grund- und OberflächenwasserAbwasser- und Prozesswasserüberwachung im unteren KonzentrationsbereichAnalytik in der Bauindustrie zur Beurteilung der Wasseraggressivität gegenüber BetonEigenschaften im EinsatzJedes Pulverkissen enthält die exakt vordosierte Reagenzmenge für eine einzelne Bestimmung. Das vermeidet Ansetz- und Dosierfehler und macht den Ablauf reproduzierbar: Probe in eine 16-mm-Leerküvette geben, den Inhalt eines Pulverkissens zugeben, durch Schütteln lösen und die entstehende Trübung nach der vorgegebenen Reaktionszeit im Photometer messen. Das turbidimetrische Verfahren arbeitet schnell und liefert reproduzierbare Ergebnisse. Mit dem empfindlichen Messbereich ab 5 mg/l deckt der Test viele praxisrelevante Sulfatkonzentrationen ab. Die stabilen Pulverreagenzien sind lange haltbar; die Packung für 100 Bestimmungen senkt gegenüber fertigen Küvettentests die Analysekosten pro Probe, was besonders für Umwelt-, Industrie- und Servicelabore in der täglichen Routine relevant ist.Lieferumfang und erforderliches ZubehörGeliefert werden die Pulverreagenzien für 100 Bestimmungen. Zusätzlich erforderlich sind leere 16-mm-Rundküvetten sowie ein Photometer der Serien photoLab® oder pHotoFlex®. Weitere Photometer und Zubehör finden Sie in der Kategorie WTW Labormessgeräte und Sensoren.SicherheitshinweisDas Reagenz ist gemäß CLP-Verordnung eingestuft: Akute Toxizität Kategorie 3 (H301, giftig bei Verschlucken) und Kategorie 4 (H332, gesundheitsschädlich bei Einatmen) sowie H319 (verursacht schwere Augenreizung). Das Sicherheitsdatenblatt ist vor der Verwendung zu beachten.
Warum der Sulfatgehalt bestimmt wird
Sulfat gelangt geogen über gips- und anhydrithaltige Schichten sowie über industrielle und landwirtschaftliche Einträge ins Wasser. In der Trinkwasserverordnung ist Sulfat als Indikatorparameter mit 250 mg/l festgelegt. Hohe Gehalte beeinflussen den Geschmack, können abführend wirken und tragen in Verbindung mit weiteren Ionen zu Korrosion an Metallen sowie zu Betonangriff bei. In der Brauwasseraufbereitung wirkt Sulfat auf das Geschmacksprofil, in Kessel- und Kühlkreisläufen ist es Teil der Wasserbilanz. Eine regelmäßige Kontrolle dient damit sowohl der Konformität als auch dem Anlagenschutz.
Bestimmungsverfahren im Vergleich
Für die Sulfatbestimmung stehen mehrere Prinzipien zur Verfügung. Die in dieser Kategorie geführten Sets arbeiten mit Fällungstitration und eignen sich für die schnelle Kontrolle im Feld und im Betriebslabor.
| Verfahren | Prinzip | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Fällungstitration | Tropfenweise Fällung des Sulfats, Umschlag zeigt den Endpunkt an | Kontrolle vor Ort ohne Photometer |
| Trübungsmessung | Fällung zu einer Trübung, visuell oder turbidimetrisch bewertet | Orientierende Schnellprüfung |
| Photometrie | Messung der Trübung oder Färbung im Photometer | Labor mit dokumentierten Einzelwerten |
Fällungstitration in der Anwendung
Bei der titrimetrischen Ausführung entspricht jeder zugegebene Tropfen einer festen Konzentrationsstufe. Das Caldur Testset Sulfat mit 10 mg/l pro Tropfen liefert das Ergebnis über die Anzahl der Tropfen bis zum Farbumschlag. Ein häufiger Fehler ist die zu schnelle Zugabe am Endpunkt sowie eine ungenaue Probenmenge; beides verfälscht das Ergebnis. Trübe oder gefärbte Proben sollten vor der Titration geklärt werden.
Auswahl und Abgrenzung zu Nachbarparametern
Entscheidend sind die Auflösung pro Tropfen und der erwartete Konzentrationsbereich. Wird ein anderer Parameter benötigt, führen wir passende Testbestecke in eigenen Kategorien, etwa für Chlorid, Nitrat, Carbonathärte und Wasserhärte. Für die vollständige Beurteilung eines Wassers werden diese Parameter oft gemeinsam mit dem Sulfatgehalt erhoben.