Silicat-Testbestecke für die Wasseranalytik
In dieser Kategorie finden Sie Testbestecke und passende Photometer zur Bestimmung des Silicatgehalts (SiO₂) in Wasser. Silicat ist ein Belagbildner: In Kesselspeise-, Dampf- und Kühlwasser sowie hinter Enthärtungs- und Entsalzungsstufen führt es zu fest haftenden Ablagerungen auf Wärmetauscherflächen und Turbinenschaufeln. Wer solche Anlagen betreibt oder Prozess- und Trinkwasser überwacht, kontrolliert den Silicatwert regelmäßig, um Ausfälle und Wartungskosten zu begrenzen.
Die Auswahl richtet sich nach dem geforderten Messbereich, der benötigten Genauigkeit und danach, ob eine dokumentierte Messung erforderlich ist. Colorimetrische Bestecke arbeiten mit visuellem Farbvergleich und eignen sich für die schnelle Kontrolle vor Ort. Photometrische Verfahren liefern einen abgelesenen Zahlenwert und erreichen einen niedrigeren Erfassungsbeginn.
- Messbereich passend zum erwarteten Silicatgehalt
- Colorimetrie für die Sichtprüfung oder Photometrie für den digitalen Messwert
- Bedarf an nachvollziehbarer Dokumentation
- Vorhandene Gerätebasis (Photometer bereits im Bestand)
Der Caldur Silicat Test photometrisch dient der quantitativen Bestimmung des Silikatgehalts im Bereich von 0,1 bis 10 mg/l SiO2 und richtet sich an Labore, Prüfstellen und Betreiber wasserführender Anlagen, die Kieselsäure verlässlich überwachen müssen. Silikate bilden bei hohen Temperaturen und Drücken glasartige, schwer entfernbare Ablagerungen und mindern den Wirkungsgrad von Kesseln und Kühlsystemen; in der Aquaristik begünstigen sie die Vermehrung von Kieselalgen.AnwendungsbereicheProzess- und Kesselwasserüberwachung in Industrie und WasseraufbereitungOptimierung und Kontrolle von EnthärtungsprozessenIdentifizierung von Silikatquellen und Dokumentation ihrer Auswirkungen auf technische und ökologische KreisläufeKontrolle in Kühlwassersystemen zur Vermeidung schwer löslicher AblagerungenAquaristik zur Begrenzung des KieselalgenwachstumsEigenschaften im EinsatzDas Verfahren beruht auf der Molybdänblau-Methode mit drei Reagenzien (A, B und C), die nacheinander zu einer 10-ml-Wasserprobe gegeben werden; die Auswertung erfolgt direkt im Photometer. Das Ergebnis liegt nach etwa 8 Minuten vor. Gegenüber colorimetrischen Farbkartenverfahren liefert die photometrische Auswertung exakte Zahlenwerte mit höherer Auflösung – ein Vorteil für Dokumentation und Qualitätssicherung. Das Set ist für 100 Bestimmungen ausgelegt; die Reagenzien sind ab Produktion bis zu 24 Monate haltbar. Die Füllvolumen betragen 10 ml (A), 10 ml (B) und 15 ml (C). Der Test ist als Silicat-Testset und als Nachfüllpack erhältlich.VerarbeitungDie Reagenzien werden in der Reihenfolge A, B und C zugegeben; Reagenz C unterdrückt Phosphatstörungen und darf nicht weggelassen werden. Proben sind in Kunststoffgefäßen zu sammeln, da Glas Silikat abgibt und den Messwert verfälscht. Kesselwasserproben vor der Messung auf Raumtemperatur abkühlen lassen.SicherheitDas Set enthält Metol und kann allergische Reaktionen hervorrufen (EUH208). Die Reagenzien wirken ätzend und verursachen schwere Verätzungen der Haut sowie schwere Augenschäden (H314, H318); bei Berührung mit Säure entstehen giftige Gase (EUH031). Der Inhalt ist schädlich für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung (H412), Freisetzung in die Umwelt ist zu vermeiden. Beim Umgang Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Augenschutz tragen. Signalwort: Gefahr (GHS05). Die vollständigen Sicherheitsdatenblätter zu den Reagenzien A, B und C stehen unterhalb des Haupttextes zum Download bereit.AbgrenzungDer Test funktioniert ausschließlich mit einem Photometer, in dem die passende Messkurve hinterlegt ist, etwa dem WINLAB Data Line-Photometer. Steht kein entsprechend programmiertes Messgerät zur Verfügung, ist der manuelle Silikat-Hand-Test die richtige Wahl, um fehlerhafte Analysen zu vermeiden.
Inhalt: 0.035 Liter (1.483,43 € / 1 Liter)
Das Caldur Testset Silicat bestimmt reaktives, monomeres Silicat (SiO₂) colorimetrisch im Bereich 0,25–10 mg/l nach der Molybdatblau-Methode. Es richtet sich an Fachanwender in Wasserversorgung, Kraftwerks- und Dampferzeugung, Kühlwassertechnik sowie Labore und Prüfstellen, die Silicat ohne Photometer direkt vor Ort kontrollieren. Ein Set reicht für 100 Bestimmungen; die Analysendauer beträgt 8 Minuten. Der Test stammt von CALDUR (RLS Wacon analytics GmbH, 31137 Hildesheim).AnwendungsbereicheSilicat ist ein Parameter mit gegensätzlichen Anforderungen. In der Trinkwasserversorgung wirkt es als natürlicher Korrosionsinhibitor und schützt Leitungswerkstoffe. In Dampfkesseln und Hochdruckturbinen ist es dagegen unerwünscht: Bereits geringe Konzentrationen führen zu Silikatablagerungen (Sinterkorund) auf Turbinenschaufeln, deren Entfernung aufwändige Reinigungen erfordert.Kraftwerke und Industriedampferzeuger: Speisewasserüberwachung nach VGB-Richtlinien. Bei Hochdruckdampf über 60 bar gelten Grenzwerte unter 0,02 mg/l, die photometrische Verfahren verlangen – das Caldur Testset eignet sich hier für Niederdrucksysteme und Vorortkontrollen.Kühlturmkreisläufe: Dosierungskontrolle des als Korrosionsinhibitor eingesetzten Silicats im Bereich 1–10 mg/l.Wasserwerke und Lebensmittelbetriebe: Kontrolle von Silicat in Prozesswässern.Aufbereitungswasser, Kühlwasser und Kondensate werden mit dem Messbereich 0,25–10 mg/l in einem Set abgedeckt.VDMA-Richtlinien und VGB-Merkblätter für die Kesselwasserchemie definieren Grenzwerte, die regelmäßige Silicat-Kontrollen vorschreiben.Eigenschaften im EinsatzDie Molybdatblau-Methode nutzt drei Reagenzien: Reaktives Silicat (monomere Kieselsäure) bildet mit Molybdat im sauren Milieu einen gelbgrünen Molybdatsilicatkomplex, der durch das Reduktionsmittel (Reagenz C) zu Molybdatblau reduziert und colorimetrisch – etwa über Farbvergleich – ausgewertet wird; ein Photometer ist nicht erforderlich. Die 3-minütige Wartezeit nach Reagenz A und die 5-minütige Wartezeit nach Reagenz C sind für die vollständige Reaktion nötig und ergeben zusammen die Analysendauer von 8 Minuten. Phosphat bildet einen analogen Komplex und kann stören, kolloidale Kieselsäure wird als nicht reaktiv nicht erfasst. Bei frostfreier Lagerung sind die Reagenzien bis zu 24 Monate haltbar.Reagenzien und LieferumfangDas Set enthält Reagenz A (10 ml, schwefelsäurehaltig, ätzend), Reagenz B (10 ml, EUH210) und Reagenz C (15 ml, Natriumdisulfit-haltig, WGK 3). Erhältlich als Komplett-Set im Scharnierdeckelkasten (Art. WA31-072520) sowie als Nachfüllpack (Art. WA31-072521), mit dem sich alle Komponenten einzeln ersetzen lassen.Sicherheit und VerarbeitungDie Reagenzien werden ausschließlich in der Reihenfolge A → B → C zur Probe gegeben. Reagenz C (Natriumdisulfit) entwickelt bei Berührung mit Säuren giftige Gase (EUH031) – Reagenz A und Reagenz C dürfen niemals direkt gemischt oder gemeinsam gelagert werden. Reagenz A enthält Schwefelsäure (10–25 %) und wirkt hautätzend (H314, Signalwort Gefahr, GHS05). Reagenz C enthält zusätzlich Metol und kann allergische Hautreaktionen auslösen (EUH208); es ist mit H318 und H412 eingestuft und als WGK 3 stark wassergefährdend. Reagenz B ist nicht einstufungspflichtig (WGK 1, EUH210, kein Gefahrguttransport). Bei allen drei Reagenzien sind Schutzbrille und Chemikalienschutzhandschuhe nach EN 374 Pflicht. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Metol oder p-Aminophenol-Derivaten sind besondere Schutzmaßnahmen zu treffen. Die Abgabe erfolgt ausschließlich an gewerbliche Kunden.AbgrenzungFür Hochdruckdampfsysteme mit Grenzwerten unter 0,02 mg/l reicht die colorimetrische Auswertung nicht aus; dort ist ein photometrisches Verfahren erforderlich. Weitere Parameter finden Sie in der Kategorie Silicat.
Inhalt: 0.035 Liter (1.970,29 € / 1 Liter)
Der Silikat-Reagenzientest Si (Modell 14794) ist ein gebrauchsfertiger Reagenziensatz zur photometrischen Bestimmung von Silikat (Si) im Messbereich 0,005–5,00 mg/l. Er richtet sich an Labore und Prüfstellen mit hohem Probenaufkommen, die den Silikatgehalt bis in den unteren Spurenbereich (ab 5 µg/l) routinemäßig überwachen. Der Satz umfasst Reagenzien für 300 Bestimmungen.AnwendungsbereicheRoutinemäßige Silikat-Analyse bei hohem ProbenaufkommenÜberwachung von Kesselspeisewasser und Dampfkreisläufen in Kraftwerken, zur Vermeidung silikatbedingter AblagerungenKontrolle von Reinstwasser (UPW) in der Halbleiter- und PharmaindustrieAnalyse von Trink- und Mineralwasser sowie Grenzwertkontrolle in der TrinkwasseraufbereitungEigenschaften im EinsatzDie gebrauchsfertigen Reagenzien ermöglichen einen reproduzierbaren Arbeitsablauf: Probe in die Rechteckküvette geben, Reagenzien nach Arbeitsvorschrift zusetzen und die entstehende Färbung nach der vorgegebenen Reaktionszeit im Photometer messen. Der sehr breite und empfindliche Messbereich von 0,005–5,00 mg/l Si deckt sowohl die anspruchsvolle Spurenanalytik in Reinst- und Kesselspeisewasser als auch höhere Konzentrationen ab. Die Messung in Rechteckküvetten unterstützt eine hohe Präzision über den gesamten Bereich. Mit 300 Bestimmungen je Satz sind die Kosten pro Analyse niedrig, was den Test für Kraftwerkslabore, große Wasserversorger und Service-Dienstleister mit täglich vielen Proben wirtschaftlich macht. Die Reagenzien sind lange haltbar.Verarbeitung und erforderliches ZubehörDer Reagenziensatz ist kein Komplettsystem: Zur Messung werden Rechteckküvetten (10 mm, 20 mm oder 50 mm) sowie ein Photometer der Serien photoLab oder pHotoFlex benötigt. Über die Wahl der Schichtdicke lässt sich die Empfindlichkeit an die erwartete Konzentration anpassen. Weitere Reagenziensätze und passende Geräte finden Sie in der Kategorie WTW.AbgrenzungFür die schnelle Vor-Ort-Bestimmung ohne separate Küvetten und Reagenziendosierung sind küvettenbasierte Tests oder andere Gebindegrößen sinnvoller. Wer nur gelegentlich Silikat misst, kommt mit kleineren Packungseinheiten wirtschaftlicher aus; das Set mit 300 Bestimmungen spielt seinen Vorteil erst bei durchgehend hohem Durchsatz aus.
Der Si Silikat-Test mit Pulverreagenz ist ein photometrisches Reagenzien-Set zur Bestimmung von Silikat (SiO₂) im niedrigen Konzentrations- und Spurenbereich von 0,05 bis 4,00 mg/l. Die Packung enthält vordosierte Pulverreagenzien (Powder Pillows) für 100 Bestimmungen und richtet sich an Labore und Betriebe mit hohem Probenaufkommen, die saubere Wässer routinemäßig auf ihren Silikatgehalt kontrollieren.AnwendungsbereicheRoutinemäßige Silikat-Analyse im Spurenbereich bei hohem ProbenaufkommenÜberwachung von Trinkwasser, Mineralwasser und aufbereitetem ProzesswasserKontrolle der Leistung von Wasseraufbereitungsanlagen wie Umkehrosmose und Vollentsalzung, bei denen nur geringe Silikat-Konzentrationen erwartet werdenEigenschaften im EinsatzJedes Pulverkissen enthält die exakt vordosierte Reagenzmenge für eine einzelne Bestimmung. Das vermeidet Ansetz- und Dosierfehler und macht das Ergebnis unabhängig von der Handdosierung. Der niedrige Messbereich ab 0,05 mg/l SiO₂ (Low Range, Bezeichnung Si-1 TP (LR)) erschließt die Spurenanalytik, in der herkömmliche Standardbereiche zu grob auflösen — etwa zur Überwachung der Wasserqualität nach der Aufbereitung. Die stabilen Pulverreagenzien sind lange haltbar; das Set für 100 Bestimmungen senkt die Analysekosten pro Probe gegenüber vorkonfektionierten Küvettentests.VerarbeitungDie Probe wird in eine leere 16-mm-Rundküvette gegeben, der Inhalt eines Pulverkissens hinzugefügt und durch Schütteln vollständig gelöst. Nach Ablauf der vorgegebenen Reaktionszeit erfolgt die Messung im Photometer. Das Verfahren ist einfach, schnell und liefert reproduzierbare Ergebnisse, sofern Küvette und Reaktionszeit sauber eingehalten werden.Lieferumfang und erforderliches ZubehörDas Set umfasst die Pulverreagenzien für 100 Bestimmungen des Parameters Silikat (SiO₂). Zusätzlich erforderlich sind leere 16-mm-Rundküvetten sowie ein Photometer der Serien photoLab® oder pHotoFlex®. Weitere Geräte und Sensoren finden Sie in den Labormessgeräten und Sensoren von WTW.
Der Silikat-Test Si-2 TP (HR) bestimmt gelöstes Silikat (SiO₂) photometrisch mit exakt vordosierten Pulverreagenzien und richtet sich an Labore und Betreiber mit hohem Probenaufkommen in der industriellen Wasserüberwachung. Jedes Set enthält Reagenzien für 100 Bestimmungen; die Powder Pillows sind einzeln verpackt und lange haltbar.AnwendungsbereicheRoutinemäßige Silikat-Analyse bei hohem ProbenaufkommenÜberwachung von Kühlwasser und industriellen ProzesswässernProzesskontrolle in der industriellen WasseraufbereitungÜberprüfung der Leistung von Umkehrosmose-AnlagenDie Silikat-Überwachung ist in Heiß- und Kühlkreisläufen entscheidend, um die Bildung harter, isolierender Silikat-Ablagerungen auf Wärmetauschern zu vermeiden und die Anlagenverfügbarkeit zu sichern.Eigenschaften im EinsatzDer Messbereich liegt bei 1–75 mg/l SiO₂ (High Range) und deckt damit den mittleren bis hohen Konzentrationsbereich ab. Jedes Pulverkissen enthält die exakt vordosierte Reagenzmenge für eine einzelne Bestimmung, wodurch Ansetz- und Dosierfehler entfallen und die Ergebnisse reproduzierbar bleiben. Gegenüber fertigen Küvettentests senken die Pulverreagenzien die Kosten je Bestimmung, was den Test bei täglicher Routine im Industrielabor wirtschaftlich macht.VerarbeitungDie Probe wird in eine 16-mm-Leerküvette gegeben, der Inhalt eines Pulverkissens zugefügt und durch Schütteln gelöst. Nach der vorgegebenen Reaktionszeit erfolgt die Messung im Photometer. Zusätzlich erforderlich sind leere 16-mm-Rundküvetten sowie ein WTW Photometer der Serien photoLab® oder pHotoFlex®; beides gehört nicht zum Lieferumfang. Weitere passende Geräte finden Sie in der Kategorie WTW.
Der Silikat-Test WTW Si-3 TP (HR) dient der photometrischen Bestimmung von Silikat (SiO₂) im hohen Konzentrationsbereich und richtet sich an Labore und Betriebe mit hohem Probenaufkommen in der Prozesswasserüberwachung. Der Test-Kit enthält exakt vordosierte Pulverreagenzien (Powder Pillows) und reicht für 100 Bestimmungen.AnwendungsbereicheRoutinemäßige Silikat-Analyse bei hohem ProbenaufkommenÜberwachung von Kesselspeisewasser, Dampfkreisläufen und KühlwasserProzesskontrolle in industriellen Heiß- und KühlkreisläufenÜberprüfung von Wasseraufbereitungsanlagen, etwa UmkehrosmoseDie Kontrolle des Silikatgehalts ist in der Kraftwerkstechnik entscheidend, um die Bildung harter, schwer löslicher Silikat-Ablagerungen auf Wärmetauschern und an Turbinenschaufeln zu vermeiden und so die Anlagenverfügbarkeit zu sichern.Eigenschaften im EinsatzJedes Pulverkissen enthält die exakt vordosierte Reagenzmenge für eine einzelne Bestimmung. Das vermeidet Ansetz- und Dosierfehler und liefert reproduzierbare Ergebnisse. Der Messbereich von 5–200 mg/l SiO₂ (High Range) deckt die typischen Konzentrationen in Speise- und Kühlwasserkreisläufen ab. Die stabilen Pulverreagenzien sind lange haltbar und bieten bei täglicher Routine einen Kostenvorteil pro Bestimmung gegenüber fertigen Küvettentests.VerarbeitungDie Probe wird in eine 16-mm-Leerküvette gegeben, der Inhalt eines Pulverkissens zugegeben und durch Schütteln gelöst. Nach Ablauf der vorgegebenen Reaktionszeit erfolgt die Messung im Photometer. Erforderliches Zubehör, das nicht zum Lieferumfang gehört: leere 16-mm-Rundküvetten sowie ein Photometer der Serien photoLab oder pHotoFlex. Weitere passende Geräte finden sich in der Kategorie WTW.AbgrenzungDer Si-3 TP (HR) ist auf den hohen Messbereich ausgelegt. Für Spurenkonzentrationen von Silikat, wie sie in vollentsalztem Wasser oder in der Feinüberwachung anfallen, sind Tests mit niedrigerem Messbereich die passende Wahl.
Das WINLAB Data Line Photometer von CALDUR ist ein colorimetrisches Filterphotometer für die photometrische Wasseranalyse über neun Wellenlängen von 380 bis 810 nm. Es bestimmt gelöste Wasserinhaltsstoffe wie Chlor, Eisen, Nitrat, Phosphat oder Kupfer direkt in der 16-mm-Rundküvette und richtet sich an Umweltlabore, Wasseraufbereitungsanlagen und die industrielle Prozesskontrolle. Das Gerät erfasst die Farbintensität der Probe elektronisch und rechnet sie über hinterlegte Kalibrierkurven in die Konzentration um.AnwendungsbereicheDas Photometer deckt den Großteil der wasserchemischen Routineparameter mit einem Messgerät ab. In Kombination mit den photometrischen Testbestecken von CALDUR messen Sie Aluminium, Ammonium, Chlor, Eisen, Kupfer, Mangan, Molybdän, Nitrat, Nitrit, Phosphat, Peroxid, Sauerstoff, Silikat, Sulfat und Sulfid. Über die freie Reagenzienwahl setzen Sie zusätzlich Reagenzien von HACH, Merck, Macherey-Nagel (Nanocolor, Visocolor eco) und Tintometer (Lovibond) ein. Typische Messbereiche sind etwa Chlor frei von 0,05 bis 1 mg/l oder Nitrat von 0,5 bis 50 mg/l. Der Spektralbereich reicht von Nitrit im niedrigen bis Silikat im höheren Wellenlängenbereich.Eigenschaften im EinsatzDie Optik aus 9 LEDs und Filtern arbeitet auf den Wellenlängen 380, 430, 470, 500, 520, 560, 610, 700 und 810 nm. Der Extinktionsbereich reicht von -0,500 bis 3,000; im Bereich von -0,100 bis 2,000 liegt die elektrooptische Genauigkeit bei 1,5 % vom Messwert, die photometrische Genauigkeit am Filter bei ± 3 %. Ab Werk stehen rund 100 Methoden für CALDUR, Visocolor eco, Nanocolor, Hach, Lovibond und WINLAB bereit, sodass Sie ohne eigene Kalibrierung sofort messen. Der Methodenspeicher fasst bis zu 150 Kalibrierkurven inklusive Bedientexte; über die Software legen Sie rund 50 eigene Kurven für Sonderparameter an. Das hintergrundbeleuchtete Display zeigt 128 x 64 Pixel auf 60 x 40 mm mit 12 mm Ziffernhöhe; die kratzfeste Mineralglasabdeckung, das wasserdichte Gehäuse und der wasserdichte Küvettenschacht halten dem Laboralltag und Spritzwasser stand. Bedienhinweise lesen Sie in Deutsch, Englisch, Spanisch oder Französisch (weitere auf Anfrage) direkt am Gerät ab. Kalender und Uhr mit automatischer Sommer-/Winterzeit sowie eine Stromsparfunktion mit automatischer Abschaltung runden die Bedienung ab. Die Stromversorgung übernehmen 4 Akkus mit 1,25 V, wiederaufladbar über das mitgelieferte Ladegerät.Dokumentation und DatenübertragungDer GLP-konforme Data Logger speichert bis zu 1000 Datensätze und protokolliert je Messung Datum, Uhrzeit, Wellenlänge, verwendetes Reagenz, Messergebnis, Messnummer und Messort. Die Ausgabe erfolgt über die drahtlose, wasserdichte Infrarot-Schnittstelle (IrDA); den PC-Anschluss stellen Sie mit dem beiliegenden IrDA-USB-Adapter und dem 1 m langen USB-Kabel her. Die mitgelieferte Dokumentationssoftware übernimmt die Messreihen für Berichte, Audits und Nachweise.Verarbeitung und LieferumfangDas Gerät wird komplett im Transportkoffer geliefert und ist direkt nach dem Auspacken einsatzbereit. Der Lieferumfang umfasst Photometer, Ladegerät, Software (CD), 10 Rundküvetten 16 mm, 2 Proberöhrchen, Trichter, Reinigungsbürste, Küvettengestell, 2 Dosierspritzen, IrDA-USB-Adapter und USB-Kabel 1 m. Die Testbestecke und Reagenzien sind je nach Parameter separat zu beziehen; passendes Zubehör finden Sie unter Photometer.
Warum der Silicatgehalt überwacht wird
Silicat gelangt aus dem Rohwasser in technische Kreisläufe und wird von klassischen Enthärtern nicht zurückgehalten. In Dampferzeugern, Kühlkreisläufen und hinter Entsalzungsstufen bildet es harte, schlecht lösliche Beläge, die den Wärmeübergang verschlechtern und Bauteile schädigen. Deshalb gehört die Silicatkontrolle zur laufenden Überwachung von Kesselspeise- und Prozesswasser sowie zur Beurteilung von Trink- und Reinstwasser. Ein steigender Wert am Ausgang einer Entsalzung ist ein früher Hinweis auf den Durchbruch des Ionenaustauschers.
Colorimetrie und Photometrie im Vergleich
Beide Verfahren beruhen auf der Reaktion von Silicat mit Molybdat zu einem farbigen Komplex. Bei der colorimetrischen Variante wird die Färbung visuell gegen eine Farbskala verglichen; bei der photometrischen Variante misst ein Photometer die Farbintensität und gibt einen Zahlenwert aus. Die photometrische Bestimmung beginnt bei einem niedrigeren Gehalt und ist besser reproduzierbar, setzt aber ein Photometer voraus.
| Verfahren | Messbereich SiO₂ | Auswertung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Colorimetrisch | 0,25–10 mg/l | visueller Farbvergleich | Schnellkontrolle vor Ort, Trinkwasser und Dampfsysteme |
| Photometrisch | 0,1–10 mg/l | Photometer, digitaler Messwert | niedrige Gehalte, dokumentierte Messung |
Auswahl und Zubehör
Für die Sichtprüfung genügt das Caldur Testset Silicat 0,25–10 mg/l. Für den abgelesenen Messwert kombinieren Sie den Caldur Silicat Test photometrisch 0,1–10 mg/l mit einem geeigneten Gerät wie dem WINLAB Data Line Photometer 380–810 nm. Prüfen Sie vor dem Kauf, welcher Messbereich zu Ihren erwarteten Gehalten passt und ob das Reagenz zum vorhandenen Photometer gehört.
Abgrenzung zu benachbarten Parametern
Silicat ist nur ein Baustein der Belag- und Korrosionskontrolle. Die klassischen Härtebildner erfassen Sie über die Kategorien Härte / Wasserhärte und Carbonathärte. Für die Beurteilung von kalklösender und aggressiver Kohlensäure nutzen Sie die Kategorie Kohlensäure. Ein häufiger Anwendungsfehler ist die Probenahme in silicathaltige Glasgefäße oder eine zu lange Standzeit bis zur Messung – beides verfälscht das Ergebnis. Verwenden Sie daher saubere Kunststoffgefäße und werten Sie die Färbung innerhalb der vorgegebenen Reaktionszeit aus.