MEKO Testbestecke für die Wasseranalytik
In dieser Kategorie finden Sie Testbestecke zur Bestimmung von MEKO (Methylethylketoxim) in Prozesswasser und Abwasser. Der MEKO-Gehalt dient Betreibern als Kenngröße, um Dosierungen zu steuern und Einleitwerte im Blick zu behalten. Die hier gelisteten Sets liefern den Messwert direkt am Probenort, ohne dass eine vollständige Laborausstattung erforderlich ist.
Für die Auswahl zählt vor allem, dass der Messbereich zur erwarteten Konzentration passt und dass die Reagenzchemie zur Wassermatrix – Prozess- oder Abwasser – geeignet ist. Achten Sie zusätzlich darauf, ob eine Probe verdünnt werden muss und wie viele Bestimmungen ein Gebinde abdeckt.
- Messbereich passend zur erwarteten Konzentration, hier 0,5–10 mg/l
- Eignung für die Wassermatrix: Prozesswasser oder Abwasser
- Bestimmung direkt am Probenort ohne Laborausstattung
- Zahl der möglichen Einzelbestimmungen je Gebinde
Das Caldur Testset MEKO bestimmt Methyl-Ethyl-Ketonoxim (MEKO, Butanonoxim) im Bereich 0,5–10 mg/l in Prozesswasser und Industrieabwasser. Die Auswertung erfolgt colorimetrisch über eine Farbkarte, auf die das Probeglas aufgestellt und von oben abgelesen wird – ein Photometer ist nicht erforderlich. Das Set richtet sich an Betriebe, die MEKO in ihren Abwässern eigenverantwortlich überwachen müssen.AnwendungsbereicheMEKO wird in großen Mengen als Hautbildungshemmer in Lackfarben auf Alkydharzbasis eingesetzt und verhindert die vorzeitige Oxidation der Oberfläche während der Lagerung. Entsprechend tritt MEKO in Prozessabwässern folgender Bereiche regelmäßig auf:Lackhersteller und Formulierer lösemittelhaltiger und wasserverdünnbarer AlkydharzsystemeMetallverarbeitende Betriebe mit alkydbasierten Grundierungen und KorrosionsschutzbeschichtungenHärtereienChemische Industrie, in der MEKO als Zwischenprodukt und Lösemittelstabilisator dientAbwasseranlagen und Hafenbehörden, die MEKO aufgrund der Carc.-2-Einstufung als prioritären Schadstoff überwachenTypischer Einsatz ist die Eigenüberwachung nach AbwV. Die konkreten Einleitgrenzwerte sind betrieblich und behördlich festzulegen; das Testset liefert die dafür nötigen Messwerte. Weitere Sets finden Sie in der Kategorie Colorimetrische-Testbestecke sowie unter MEKO.Eigenschaften im EinsatzDie Bestimmung beruht auf der Ferrozin-Methode: MEKO reduziert Eisen(III) zu Eisen(II). Reagenz A (15 ml, salpetersäurehaltig) stellt das Eisen(III)-Milieu bereit, Reagenz B (15 ml, Ferrozin-haltig) bildet mit dem entstandenen Eisen(II) einen intensiv violetten Farbkomplex. Die Farbtiefe ist proportional zur MEKO-Konzentration, sodass sich die Probe direkt gegen die Farbkarte ablesen lässt. Eine Analyse dauert 8 Minuten; ein Set reicht für 100 Bestimmungen. Bei frostfreier Lagerung in korrosionsbeständigen Behältern beträgt die Haltbarkeit 36 Monate. Beide Reagenzien sind auch als Nachfüllpackung erhältlich, das Komplett-Set kommt im Scharnierdeckelkasten.Verarbeitung und SicherheitReagenz A enthält Salpetersäure und Eisen(III)-nitrat-Nonahydrat. Es wirkt ätzend auf die Atemwege (EUH071), verursacht Haut- und schwere Augenreizungen (H315, H319) und kann gegenüber Metallen korrosiv sein (H290). Deshalb ausschließlich in gut belüfteten Bereichen oder unter Abzug arbeiten, Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Augen-/Gesichtsschutz tragen (P280) sowie Reagenz A von Laugen fernhalten. Die Aufbewahrung erfolgt in der Originalverpackung (P234) und ausschließlich in korrosionsbeständigen Behältern (P406) – keine Metallbehälter. Reagenz B ist nicht einstufungspflichtig (WGK 1, schwach wassergefährdend), enthält jedoch Ferrozin und Essigsäure, sodass auch hier Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen sind. Das Sicherheitsdatenblatt für Reagenz A steht unterhalb des Haupttextes zum Download bereit, jenes für Reagenz B auf Anfrage.Hintergrund zur EinstufungMEKO (Butanonoxim) ist in der EU als karzinogen, Kategorie 2 (H351, Verdacht auf krebserzeugende Wirkung) eingestuft. Die zu messende Substanz befindet sich in der Wasserprobe, nicht im Reagenz – das Testset selbst trägt diese Einstufung nicht. Für Lackhersteller und Metallverarbeiter ist die Überwachung im Abwasser aus rechtlichen und gesundheitlichen Gründen relevant.
Inhalt: 0.03 Liter (3.062,00 € / 1 Liter)
MEKO in Prozesswasser und Abwasser
MEKO (Methylethylketoxim) ist eine Verbindung, die im Rahmen der Wasserbehandlung und industrieller Prozesse in Prozess- und Abwasser auftreten kann. Für Betreiber ist der MEKO-Gehalt eine Kenngröße, mit der sich Dosierungen steuern und Einleitwerte kontrollieren lassen. Die Testbestecke dieser Kategorie liefern einen Konzentrationswert direkt am Probenort und machen ein aufwendiges Laborverfahren für die laufende Überwachung entbehrlich.
Auswahl des passenden Testbestecks
Zwei Kriterien bestimmen die Auswahl. Erstens muss der Messbereich zur erwarteten Konzentration passen: Liegt der zu erwartende Wert oberhalb der Obergrenze, ist die Probe definiert zu verdünnen und der Verdünnungsfaktor in das Ergebnis einzurechnen. Zweitens muss das Verfahren zur Wassermatrix passen – Prozesswasser und Abwasser unterscheiden sich in Begleitstoffen, die eine Bestimmung stören können. Prüfen Sie außerdem, wie viele Einzelbestimmungen ein Gebinde erlaubt und ob Nachfüllreagenzien verfügbar sind.
Kennwerte im Überblick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Parameter | MEKO (Methylethylketoxim) |
| Messbereich | 0,5–10 mg/l |
| Wassermatrix | Prozesswasser und Abwasser |
| Hersteller | CALDUR |
Abgrenzung zu benachbarten Parametern
MEKO und Diethylhydroxylamin (DEHA) werden beide im Umfeld der Wasserbehandlung überwacht; wählen Sie den Test nach dem tatsächlich eingesetzten Wirkstoff, da sich die Bestimmungen nicht gegenseitig ersetzen. Für andere Kenngrößen der Prozess- und Speisewasserkontrolle stehen eigene Kategorien bereit, etwa Nitrit oder die Wasserhärte. Verwenden Sie für jeden Parameter das dafür vorgesehene Testbesteck.
Typische Fehler bei der Bestimmung
Wiederkehrende Fehlerquellen sind das Überschreiten des Messbereichs ohne Verdünnung, eine nicht eingehaltene Reaktionszeit für die Farbentwicklung, abweichende Probentemperaturen und die Verschleppung von Reagenzien durch unsaubere Küvetten. Notieren Sie Probenahmezeit, Temperatur und Verdünnungsfaktor, damit Messreihen untereinander vergleichbar bleiben.
Produkt in dieser Kategorie
Das Caldur Testset MEKO 0,5–10 mg/l ist auf Prozesswasser und Abwasser ausgelegt und deckt den Bereich von 0,5 bis 10 mg/l ab.