Diethylhydroxylamin (DEHA) – Testbestecke für die Wasseranalytik
In dieser Kategorie finden Sie Testbestecke zur Bestimmung von Diethylhydroxylamin (DEHA) in Kessel-, Speise- und Kondensatwasser. DEHA wird als Sauerstoffbinder dosiert, um Restsauerstoff im Dampf-Wasser-Kreislauf chemisch zu binden und die Sauerstoffkorrosion an Kesselstählen und Kondensatleitungen zu begrenzen. Die regelmäßige Kontrolle des DEHA-Gehalts zeigt, ob die Dosierung den angestrebten Restwert trifft.
Bei der Auswahl kommt es vor allem auf den passenden Messbereich an: Er muss zum Restgehalt Ihrer Dosierung passen, damit Sie ohne Verdünnung oder Bereichswechsel arbeiten können. Prüfen Sie außerdem, welcher Sauerstoffbinder in Ihrer Anlage tatsächlich eingesetzt wird – ein DEHA-Besteck misst nur DEHA, nicht andere Wirkstoffe.
- Messbereich passend zum Dosier-Restwert
- Verfahren und Handhabung für die Vor-Ort-Kontrolle
- Gebindegröße nach Prüfhäufigkeit
- eingesetzter Sauerstoffbinder im Kreislauf
Das Caldur Testset DEHA bestimmt Diethylhydroxylamin (DEHA) im Kesselwasser und in Dampfsystemen colorimetrisch im Bereich 0,05–1,0 mg/l nach der Ferrozin-Methode. Es richtet sich an Betreiber von Dampfkessel-, Heiz- und Kühlwasseranlagen, an Wasserchemiker und an Fachpersonal, das die Sauerstoffbinder-Dosierung ohne Photometer direkt vor Ort kontrolliert.DEHA ist ein organischer Sauerstoffbinder, der gelösten Sauerstoff bindet und so Korrosion an Metalloberflächen verhindert. Die Dosierung muss stimmen: Zu wenig DEHA schützt die Anlage nicht ausreichend, zu viel treibt die Betriebskosten und kann in Lebensmittelbetrieben Grenzwerte überschreiten. Der Messbereich 0,05–1,0 mg/l deckt den für die meisten Anlagentypen relevanten Dosierbereich ab.AnwendungsbereicheDampfkessel in Industriebetrieben, Krankenhäusern und FernwärmeanlagenLebensmittel- und Pharmabetriebe mit Dampferzeugung nach GMP-Anforderungen, zur Kontrolle des DEHA-Gehalts im BetriebsdampfFernheizungsanlagen und geschlossene Heizkreisläufe, in denen DEHA als Alternative zu Hydrazin eingesetzt wirdKühlwassersysteme mit DEHA-DosierungAls Alternative zu Hydrazin bietet DEHA vergleichbare Sauerstoffbindung bei günstigerem toxikologischem Profil und ist damit das bevorzugte Korrosionsschutzmittel in Lebensmittel- und Pharmabetrieben. Für Hydrazin-Messungen steht ein separates Testset zur Verfügung; dieses Set ist ausschließlich für den DEHA-Nachweis ausgelegt.Eigenschaften im EinsatzDie Messung läuft mit zwei Reagenzien: 3 Tropfen Reagenz A, schütteln, 3 Tropfen Reagenz B, schütteln, 5 Minuten Reaktionszeit, anschließend Farbvergleich mit der beiliegenden Farbtafel. Ein Photometer ist nicht erforderlich. Ein Set enthält Reagenz A (15 ml) und Reagenz B (15 ml) und reicht für 100 Bestimmungen. Die Haltbarkeit von 48 Monaten macht das Set auch für Betriebe geeignet, die DEHA nur unregelmäßig kontrollieren.Verarbeitung und SicherheitReagenz A enthält Salpetersäure (5–10 %) und Eisen(III)-nitrat-Nonahydrat (1–5 %) und ist mit dem Signalwort Gefahr eingestuft: H290 (kann gegenüber Metallen korrosiv sein), H314 (verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden) sowie EUH071 (wirkt ätzend auf die Atemwege). Schutzbrille und Chemikalienschutzhandschuhe nach EN 374 sind bei der Handhabung Pflicht, die Schutzausrüstung gemäß Sicherheitsdatenblatt zwingend erforderlich. Reagenz B ist nicht einstufungspflichtig und als schwach wassergefährdend (WGK 1) eingestuft.Das Testset ist als Komplett-Set im Scharnierdeckelkasten sowie als Nachfüllpack verfügbar; beide Reagenzien sind einzeln als Nachfüllpackung erhältlich. Weitere colorimetrische Testbestecke und Sets zum Parameter Diethylhydroxylamin (DEHA) finden Sie in den zugehörigen Kategorien.
Inhalt: 0.03 Liter (3.001,00 € / 1 Liter)
Der DEHA-Test mit Pulverreagenz dient der photometrischen Bestimmung von Diethylhydroxylamin (DEHA) im Spurenbereich und richtet sich an Labore und Betriebe, die den Restgehalt dieses Sauerstoffbindemittels im Kesselspeisewasser routinemäßig kontrollieren. Die Packung enthält exakt vordosierte Pulverreagenzien in einzeln verpackten Pulverkissen (Powder Pillows) für 100 Bestimmungen im Messbereich 2–500 µg/l. Die Herstellerbezeichnung lautet DEHA-1 TP.AnwendungsbereicheRoutinemäßige DEHA-Analyse bei hohem ProbenaufkommenÜberwachung von Kesselspeisewasser, Kondensat und HeizungswasserKontrolle der Dosierung von Sauerstoffbindemitteln in DampfkreisläufenProzesskontrolle in Kraftwerken, Industrieanlagen mit Dampferzeugung und bei Service-DienstleisternEigenschaften im EinsatzJedes Pulverkissen enthält die vordosierte Reagenzmenge für genau eine Bestimmung. Das vermeidet Ansetz- und Dosierfehler und liefert reproduzierbare Ergebnisse ohne manuelles Abmessen. Der Messbereich von 2–500 µg/l erfasst DEHA-Restkonzentrationen so empfindlich, dass sich die Schutzwirkung gegen Sauerstoff-Korrosion in Dampfkesseln und Rohrleitungen lückenlos nachweisen lässt, ohne das Mittel unnötig zu überdosieren. Die stabilen Pulverreagenzien sind lange haltbar und im Vergleich zu vorkonfektionierten Küvettentests wirtschaftlich in der täglichen Routine, was die Analysekosten pro Probe senkt.VerarbeitungDie Probe wird in eine leere 28-mm-Rundküvette gegeben, der Inhalt eines Pulverkissens zugesetzt und durch Schütteln gelöst. Nach der vorgegebenen Reaktionszeit erfolgt die Messung im Photometer. Für die Nullwertbestimmung ist reagenzienfreies Wasser erforderlich. Das Verfahren ist einfach und schnell und für die Serienanalytik ausgelegt.Erforderliches ZubehörZum Lieferumfang gehören ausschließlich die Pulverreagenzien für 100 Bestimmungen. Zusätzlich benötigt werden leere Rundküvetten sowie ein Photometer der Serien photoLab oder pHotoFlex, das die hinterlegte DEHA-Methode ausführt. Weitere Geräte und Reagenzien finden Sie in der Kategorie WTW.
DEHA als Sauerstoffbinder im Dampf- und Kondensatsystem
Diethylhydroxylamin (DEHA) wird der Speisewasseraufbereitung von Dampfkessel- und Kondensatanlagen zugesetzt, um Restsauerstoff chemisch zu binden und die Sauerstoffkorrosion an Kesselstählen, Vorwärmern und Kondensatleitungen zu begrenzen. DEHA ist flüchtig und wandert mit dem Dampf ins Kondensatsystem, wo es dort verbliebenen Sauerstoff abfängt. Die Schutzwirkung hängt von einer sinnvoll bemessenen Restkonzentration ab: Zu wenig lässt Sauerstoff durch, zu viel belastet den Kreislauf unnötig. Deshalb wird der DEHA-Gehalt im Kesselwasser regelmäßig kontrolliert.
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Messbereich und Dosierziel
Entscheidend ist, dass der Messbereich des Bestecks zum angestrebten Restgehalt der Dosierung passt. Das in dieser Kategorie geführte Caldur Testset DEHA deckt einen Bereich von 0,05 bis 1,0 mg/l ab und ist damit auf die üblichen Restkonzentrationen in Kessel- und Dampfsystemen ausgelegt. Liegt Ihr Betriebswert außerhalb dieses Fensters, ist eine Verdünnung der Probe oder ein Besteck mit anderem Bereich nötig.
Abgrenzung zu anderen Sauerstoffbindern
DEHA ist nur einer von mehreren Sauerstoffbindern. Wird in der Anlage ein anderer Wirkstoff dosiert, muss der zugehörige Parameter gemessen werden: Für Oxim-basierte, flüchtige Binder führt der Weg zur Kategorie MEKO, für reduzierende Zusätze zur Kategorie Ascorbinsäure. Die Dosierung wird häufig zusätzlich über einen Tracer in der Kategorie Molybdän überwacht, während die Beurteilung des Speisewassers über die Carbonathärte erfolgt.
| Parameter | Funktion in der Kesselwasserbehandlung |
|---|---|
| DEHA | Sauerstoffbinder, flüchtig, kondensatgängig |
| MEKO | Sauerstoffbinder auf Oximbasis |
| Ascorbinsäure | reduzierender Sauerstoffbinder |
| Molybdän | Marker zur Dosierkontrolle |
| Carbonathärte | Beurteilung des Speisewassers |
Probenahme und typische Fehler
Weil DEHA gegen Sauerstoff arbeitet, verfälscht Lufteintrag bei der Probenahme das Ergebnis: Die Probe sollte luftarm und repräsentativ am Kreislauf gezogen und zügig gemessen werden. Standzeiten, in denen sich die Zusammensetzung ändert, führen zu niedrig erscheinenden Werten. Wählen Sie die Gebindegröße des Bestecks nach Ihrer Prüfhäufigkeit, damit Reagenzien innerhalb ihrer Haltbarkeit aufgebraucht werden.