Ammonium-Elektroden für die selektive Ammoniak-Messung
Hier finden Fachanwender gassensitive ionenselektive Elektroden (ISE) für die Ammonium-Analytik der Hersteller WTW und HORIBA. Die Elektrode ist die entscheidende Komponente für ein genaues und selektives Messergebnis und kommt vor allem in anspruchsvollen Medien wie Abwasser zum Einsatz. Eine gasdurchlässige Membran lässt nur gelöstes Ammoniakgas passieren; das Signal rechnet das angeschlossene Messgerät in die Konzentration um. Dadurch bleibt die Messung weitgehend unempfindlich gegenüber Störionen.
Für die Auswahl zählt vor allem die Abstimmung auf Ihr vorhandenes Messsystem. Prüfen Sie zusätzlich die benötigten Verschleiß- und Zubehörteile.
- Kompatibilität von Elektrode, Messgerät und Anschluss
- gassensitives Prinzip für hohe Selektivität in ionenreichen Proben
- Verfügbarkeit von Ersatz-Membrankappen
- passende Standardlösungen zum Kalibrieren
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Messtechnik und Messgeräte
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Die HORIBA Ammoniak-Elektrode 5002S-10C ist eine ionenselektive Kombinationselektrode zur Bestimmung von Ammoniumionen (NH4+) in wässrigen Proben. Sie erfasst Konzentrationen von 0,01 bis 18000 mg/L NH4+ (5 × 10⁻⁷ bis 1 mol/L NH4+) und richtet sich an Labore, Prüfstellen, die Umweltüberwachung, Aquakulturbetriebe und die industrielle Prozesskontrolle.AnwendungsbereicheUmweltüberwachung: Ammoniumbelastung in Flüssen, Seen und Abwasserüberwachungsstationen zur Kontrolle der WasserqualitätAquakultur und Fischtanks: laufende Überwachung der Ammoniumkonzentration in FischzuchtanlagenIndustrielle Prozesskontrolle in der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie in GalvanikbädernForschung und Entwicklung an unterschiedlichen MatrizesWeitere Einsatzfälle: Landwirtschaft, Boden, Wasser aus Kraftwerken, Meerwasser, Abwasser, Luft und Abgase sowie biologische Kulturen und ProbenEigenschaften im EinsatzDie Elektrode arbeitet in einem Temperaturbereich von 0 bis 50 °C und ist für Proben ab pH 12 ausgelegt; die Probe wird dazu mit einem Ionenstärkeanpasser in den alkalischen Bereich gebracht. Als Bezugssystem dient eine interne Ag/AgCl-Elektrode mit einer internen Lösung aus 0,1 mol/L NH4Cl. Die Genauigkeit liegt bei ± 2 % sowie ± 0,5 %; die Steilheit (Slope) liegt bei −54 bis −62 mV pro Dekade. Die bewegliche Hülse als Flüssigkeitsverbindung (Liquid Junction) lässt sich zur Stabilisierung der Messwerte nachführen und verringert das Verblocken des Diaphragmas bei belasteten Proben.Die medienberührenden Teile bestehen aus PTFE, PVC und PSU und sind damit chemisch beständig. Mit 161 mm Länge und 15 mm Durchmesser sowie dem BNC-Anschluss am 1 m langen Kabel lässt sich die Elektrode an gängige Ionen- bzw. mV-Messgeräte anschließen.Lieferumfang und ZubehörZum Lieferumfang gehören drei Membrankappen, je eine 50-ml-Flasche Ammonium-Ionen-Standardlösung mit 100 mg/L und mit 1000 mg/L, eine 50-ml-Ammoniak-Elektrodenfülllösung, eine Spritze, ein Tropfer und eine Anleitung. Als Verbrauchsmaterial und Zubehör sind Ammoniak-Elektrodenmembrankappen, Ammoniak-Elektrodenfülllösung, Ammoniumionen-Standardlösungen und ein Ammoniak-Ionenstärkeanpasser separat erhältlich. Weitere passende Elektroden sowie Messgeräte der LAQUA WQ-300 Serie finden Sie in den jeweiligen Kategorien.
Die HORIBA Membrankappen sind das Verschleiß-Ersatzteil für die HORIBA Ammoniak-Elektrode 5002S-10C, eine Einstab-Kombielektrode (ISE) zur ammoniakspezifischen Messung. Die Kappe trägt die gasdurchlässige Membran, über die gelöstes Ammoniak in den Sensor gelangt; ist sie verschlissen, verfälscht das die Anzeige. Der Austausch stellt die Messgenauigkeit der Elektrode wieder her, ohne dass die gesamte Elektrode ersetzt werden muss. Die Packung enthält drei Membrankappen.AnwendungsbereicheDas Ersatzteil wird überall dort benötigt, wo mit der Elektrode 5002S-10C Ammoniak bestimmt wird:Umweltüberwachung: Ammoniak in Wasserproben aus Flüssen, Seen und Abwasseranlagen zur Kontrolle der Wasserqualität und zur Erfüllung von UmweltauflagenLandwirtschaft: Ammoniak in Düngemitteln und Bodenproben zur Bewertung von Nährstoffverfügbarkeit und BodenzustandIndustrielle Prozesse: Kontrolle der Ammoniakkonzentration in der chemischen Produktion und in der AbwasserbehandlungForschung und Entwicklung: Studien in Biologie und Chemie mit Bedarf an genauen AmmoniakwertenEigenschaften im EinsatzDie Membrankappen sind auf den einfachen Wechsel ausgelegt: Sie werden auf die Elektrode aufgeschraubt und lassen sich ebenso wieder abdrehen. Mit drei Kappen je Packung steht Ersatz für mehrere Standzeiten bereit, sodass eine verschlissene Membran im Feld oder im Labor kurzfristig getauscht werden kann. Der Kappentausch verlängert die nutzbare Lebensdauer der Elektrode und erhält deren Messqualität, statt eine vollständige Neuelektrode zu erfordern.VerarbeitungVerbrauchte Membrankappe abdrehen und von der Elektrode entfernen.Alte Kappe gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgen.Neue Membrankappe vorsichtig im Uhrzeigersinn aufschrauben, bis sie fest sitzt.Die Elektrode nach den weiteren Schritten der Bedienungsanleitung wieder in Betrieb nehmen, damit sie für präzise Ammoniakmessungen bereit ist.AbgrenzungEs handelt sich um ein reines Verschleiß-Ersatzteil, nicht um eine komplette Elektrode und nicht um Kalibrier- oder Elektrolytlösung. Für die Messung werden zusätzlich die Elektrode 5002S-10C sowie die passenden Standard-, Elektrolyt- und Ionic-Strength-Adjustor-Lösungen benötigt. Weitere passende Sensoren finden Sie in der Kategorie Elektroden.
Inhalt: 3 Stück (92,40 € / 1 Stück)
Die NH 500/2 gassensitive Ammoniak-Elektrode von WTW ist eine ionenselektive Einstabmesskette zur direkten Bestimmung von Ammoniak beziehungsweise Ammonium in wässrigen Proben. Mess- und Bezugselektrode sind in einem schlanken Schaft von 120 mm Länge und 12 mm Durchmesser kombiniert, sodass sich auch Proben mit geringem Volumen unkompliziert erfassen lassen. Sie richtet sich an Labore, Prüfstellen sowie Betreiber und Anlagenbauer, die den Ammoniumgehalt ohne aufwendige Analyseverfahren kontrollieren.Als gassensitive Messkette reagiert die NH 500/2 deutlich unempfindlicher auf Störionen und Probenfärbungen als flüssigmembranbasierte Elektroden. Dadurch eignet sie sich für komplexe Medien, in denen andere ionenselektive Verfahren an ihre Grenzen stoßen.AnwendungsbereicheUmweltanalytik in Abwasser, Oberflächenwasser und GrundwasserProzessüberwachung in der IndustrieAquakultur und FischzuchtBestimmung von Ammonium in Labor- und ForschungsanwendungenLebensmittel- und GetränkeanalyseEigenschaften im EinsatzDer Messbereich reicht von 0,02 bis 900 mg/l NH₄⁺ und deckt damit sowohl geringe Spurenkonzentrationen als auch hoch belastete Proben ab. Die Messung erfolgt im pH-Bereich von 8 bis 11, in dem Ammonium in Ammoniak überführt wird; die Probe ist entsprechend einzustellen. Der zulässige Temperaturbereich von 0 bis 50 °C erlaubt den Einsatz bei Feld- und Laborbedingungen.Die hohe Selektivität und die Robustheit gegenüber vielen Störionen sorgen für belastbare Ergebnisse in schwierigen Matrices wie Abwasser. Zum Lieferumfang gehören drei austauschbare Membranköpfe, die eine lange Nutzungsdauer und konstant reproduzierbare Messungen sichern, da der verbrauchte Membrankopf ohne Austausch der gesamten Elektrode gewechselt werden kann.Verarbeitung und AnschlussDie Elektrode verfügt über einen S7-Steckkopf für eine flexible, abnehmbare Kabelverbindung. Das passende Messkabel gehört nicht zum Lieferumfang und ist separat zu bestellen; ebenso ist ein geeignetes Messgerät für die Auswertung des potentialabhängigen Signals erforderlich. Weitere ionenselektive Messketten und passendes Zubehör finden sich in der Kategorie Elektroden/Zubehör sowie im Bereich Elektroden.AbgrenzungFür die kontinuierliche Online-Überwachung von Ammonium direkt im Prozess sind stationäre ISE-Sensorsysteme besser geeignet. Die NH 500/2 ist auf die diskontinuierliche Probenmessung ausgelegt und besonders für Labore mit geringem bis mittlerem Probenaufkommen wirtschaftlich.
Gassensitive Ammonium-Elektroden im Überblick
Die Elektrode ist die messwertbestimmende Komponente jeder Ammonium-Bestimmung. In dieser Kategorie finden Fachanwender gassensitive ionenselektive Elektroden (ISE) der Hersteller WTW und HORIBA. Sie werden für die Ammonium-Analytik in anspruchsvollen Medien wie Abwasser eingesetzt. Die Elektrode liefert dabei das Rohsignal; die Umrechnung in die Konzentration übernimmt das angeschlossene Messgerät, das Sie in der Kategorie Ammonium-Messgeräte finden.
Messprinzip: die gasdurchlässige Membran
Eine gasdurchlässige Membran trennt die Probe vom inneren Messsystem der Elektrode. Nur das in der Probe gelöste Ammoniakgas passiert diese Membran und löst im Inneren eine messbare pH-Wert-Änderung aus, die in die Konzentration umgerechnet wird. Weil ausschließlich Ammoniakgas erfasst wird, arbeitet die Elektrode unempfindlich gegenüber Störionen und erreicht eine hohe Selektivität – ein Vorteil in ionenreichen Matrizes wie Abwasser.
Modelle, Zubehör und Auswahl
Verfügbar sind die WTW NH 500/2 und die HORIBA 5002S-10C. Beide arbeiten nach dem gassensitiven Prinzip. Prüfen Sie vor der Auswahl, welches Messgerät und welcher Anschluss vorhanden sind, damit Elektrode und Auswerteeinheit zusammenpassen.
| Komponente | Hersteller | Funktion |
|---|---|---|
| NH 500/2 Ammoniak-Elektrode | WTW | Messelektrode, gassensitives Prinzip |
| 5002S-10C Ammoniak-Elektrode | HORIBA | Messelektrode, gassensitives Prinzip |
| Membrankappen (3 Stück) | HORIBA | Ersatz-Verschleißteil für die 5002S-Serie |
Verschleißteile und Kalibrierung
Die gasdurchlässige Membran ist ein Verschleißteil. Für die HORIBA-Elektrode stehen Membrankappen im 3er-Satz zum Austausch bereit. Eine verbrauchte oder verschmutzte Membran ist eine häufige Ursache für träge oder abweichende Messwerte. Für das Kalibrieren und Justieren werden passende Bezugslösungen benötigt, die in der Kategorie Standardlösungen geführt werden.
Abgrenzung zu den Nachbarkategorien
In dieser Kategorie finden Sie ausschließlich die Elektroden selbst. Das dazugehörige Messgerät, die Verbindung zwischen Elektrode und Gerät sowie die Lösungen zum Kalibrieren sind separate Positionen. Das passende Anschlusskabel stellt die Verbindung zur Auswerteeinheit her. Achten Sie darauf, Messgerät, Elektrode, Kabel und Standardlösung als aufeinander abgestimmtes System zusammenzustellen.