Analysegeräte Silikat – SiO2-Messung für Kessel- und Prozesswasser
In dieser Kategorie finden Sie die Silikat-Analysegeräte von RLS Wacon zur Bestimmung der SiO2-Konzentration im Wasser. Silikat ist ein kritischer Parameter in der Kesselspeisewasser- und Prozesswasseraufbereitung: Es bildet glasartige, festhaftende Beläge auf Heizflächen und Turbinenschaufeln, die sich mechanisch kaum entfernen lassen und den Wärmeübergang mindern. Eine laufende Überwachung deckt Durchbrüche der Entsalzung frühzeitig auf und schützt so nachgelagerte Anlagenteile.
Für die Auswahl zählt vor allem, ob Sie stichprobenhaft im Labor oder kontinuierlich im Prozess messen, welcher Messbereich zur Reinheit Ihres Speisewassers passt und wie sich das Gerät in Probenahme und Anlagensteuerung einbinden lässt. Prüfen Sie zusätzlich den Reagenzienbedarf und den Wartungsaufwand, da beide über die Betriebskosten der Dauerüberwachung entscheiden.
- Einsatz: Labor-Stichprobe oder kontinuierliche Prozessmessung
- Messbereich passend zur Speisewasserqualität
- Einbindung in Probenahme und Steuerung
- Reagenzien- und Wartungsbedarf
Der SYCON SiO2 Online-Analysator von RLS Wacon überwacht kontinuierlich und vollautomatisch den Gehalt an Silikat beziehungsweise Kieselsäure (SiO₂) im Wasser. Das Gerät richtet sich an Betreiber von Prozesswasseranlagen, die Silikatablagerungen und Korrosion an Edelstahloberflächen sicher vermeiden müssen und dafür einen belastbaren Messwert im niedrigen Konzentrationsbereich benötigen.AnwendungsbereicheSilikat lässt sich nicht über eine Leitwertsonde erfassen – gerade nach Mischbettfiltern oder in Kreisläufen mit hochreinem Deionat bleibt es ohne spezifische Analytik unentdeckt. Der SYCON SiO2 schließt diese Lücke in Bereichen wie:Dampferzeugung und Kesselspeisewasser, wo Silikat glasartige, kaum entfernbare Beläge auf Turbinenschaufeln und in Dampfleitungen bilden kannHalbleiterfertigung und Herstellung von ReinstwasserKreisläufe mit hochreinem Deionat hinter MischbettfilternEigenschaften im EinsatzDie Messung erfolgt colorimetrisch nach der Molybdat-Methode über einen Messbereich von 0,02 bis 10 mg/l. Damit werden bereits Spurenkonzentrationen ab 0,02 mg/l erfasst – die kritische Empfindlichkeit für die Qualitätssicherung in Hochdruck- und Reinstwasseranwendungen. Für die Analyse werden drei Reagenzien benötigt, deren Haltbarkeit bis zu 24 Monate beträgt.Für die Einbindung in die Prozesssteuerung stehen vier potentialfreie Relais-Ausgänge für Alarme, Warnmeldungen und die Ansteuerung externer Komponenten bereit. Der Messwert oder detaillierte Statusmeldungen werden über eine aktive Stromschnittstelle 0/4 bis 20 mA übertragen; digital erfolgt die Anbindung an SPS-Systeme über Modbus RTU (RS485). Die Versorgung ist auf 110/230 V ausgelegt, das Gerät wird im Gehäuse geliefert.Verarbeitung und WartungDie Messzelle lässt sich werkzeugfrei warten. Nach jeder Messung reinigt sich das System automatisch mit Probenwasser, was den manuellen Aufwand im laufenden Betrieb gering hält. So bleibt der Analysator auch bei kontinuierlicher Überwachung mit überschaubarem Serviceaufwand betriebsbereit.Weitere Geräte finden Sie in der Kategorie SYCON SiO2 sowie in der Übersicht der Messgeräte für Silikat.
Silikat als Parameter in der Wasseraufbereitung
Silikat (SiO2) gehört zu den schwer zu entfernenden Wasserinhaltsstoffen. Anders als die Härtebildner wird es von einfachen Enthärtern nicht zurückgehalten und gelangt bei erschöpften Entsalzungsstufen in das Kesselspeisewasser. Dort bildet es harte, glasartige Kieselsäurebeläge auf Heizflächen und – über die Dampfphase verschleppt – auf Turbinenschaufeln. Diese Beläge senken den Wärmeübergang und lassen sich nur mit hohem Aufwand entfernen. Die Silikatüberwachung dient daher der Kontrolle der Entsalzungsstufen und der Betriebssicherheit von Kessel- und Dampfanlagen.
Messprinzip und Wartung
Silikat-Analysegeräte arbeiten in der Regel colorimetrisch: Die Probe reagiert mit einem Molybdatreagenz zu einer Farbverbindung, deren Intensität photometrisch ausgewertet und in eine SiO2-Konzentration umgerechnet wird. Für die kontinuierliche Prozessüberwachung erfolgen Reagenzzugabe und Auswertung automatisch in festen Intervallen. Reagenzienvorrat, Probenahmeleitung und regelmäßige Kalibrierung bestimmen den Wartungsaufwand und sollten in die Anlagenplanung einbezogen werden.
Einordnung im RLS-Wacon-Sortiment
Das Silikat-Analysegerät misst gezielt SiO2. Für andere Kennwerte der Wasseraufbereitung führt RLS Wacon eigene Geräte; die folgende Übersicht hilft bei der Zuordnung des passenden Parameters.
| Parameter | Zweck | Passende Kategorie |
|---|---|---|
| Silikat (SiO2) | Kontrolle der Entsalzung im Speisewasser | SYCON SiO2 |
| Carbonathärte | Überwachung des säurebindenden Anteils | Analysegeräte für Carbonathärte |
| Wasserhärte (Grenzwert) | Durchbruchüberwachung der Enthärtung | Grenzwertgeräte für Wasserhärte |
| Wasserhärte (quantitativ) | Titrimetrische Bestimmung | Titrationsgerät für Wasserhärte |
| Eisen | Überwachung von Eisengehalten | Analysegeräte für Eisen |
Typische Anwendungsfehler
Häufige Ursachen für falsche Messwerte sind eine unrepräsentative Probenahme, verschleppte Kieselsäure aus vorherigen Chargen sowie erschöpfte oder falsch gelagerte Reagenzien. Wird ausschließlich die Wasserhärte überwacht, bleibt ein Silikatdurchbruch unbemerkt, weil Silikat unabhängig von den Härtebildnern durch die Entsalzung schlägt. Ergänzen Sie die Silikatmessung daher mit der passenden Härteüberwachung und halten Sie das Kalibrierintervall ein.